Leben auf der Insel vs. good old Germany

 

5 Wochen sind vergangen, seitdem wir Deutschland verlassen haben. Aus heutiger Sicht eine wunderbare und richtige Entscheidung!

Heute wollen wir euch mal ein paar Unterschiede zwischen dem Leben auf unserem kleinen „Sandhügel“ und dem in Deutschland schildern.

Das fängt morgens beim Verlassen unseres Zimmers an: Überlegen welche Klamotten man heute anzieht entfällt, da wir Teamkleidung haben. Auch vorher in die Wettervorhersage schauen ist unnötig, es ist eh warm. Schuhe werden hier auch nicht getragen. Das genießen wir. Dafür gehört die Sonnenbrille fest zum täglichen Outfit dazu.

In Deutschland ist es üblich, das vor der Wohnung oder dem Haus eine Fußmatte liegt, so dass man sich die Füße abputzen kann. Das ist hier etwas anders. Vor unserer kleinen „Terrasse“ steht ein Eimer, in dem man sich die Füße abwäscht, bevor man auf ein Holzgitter tritt und von dort dann auf unsere kleine „Terrasse“ kommt. Vor dem Zimmer liegt dann noch ein Handtuch, so dass man mit einigermaßen sauberen und trockenen Füßen ins Zimmer kommt. Auch bevor man unser Tauchcenter betritt, spritzt man sich die Füße mit einer Brause ab.

Den Bereich vor unserem Zimmer könnte man schon fast als Garten bezeichnen. Die Gärtner haben hier einige Pflanzen stehen, die großgezogen und irgendwann auf der Insel ausgesetzt werden. Für uns sehr praktisch, dass wir uns nicht um sie kümmern müssen, so bleiben sie wenigstens am Leben.

Der Spruch „Mach mal bitte die Tür zu, mir wird kalt.“ ist hier auch etwas anders zu verstehen. Häufig setz ich mich nach dem Mittagsschlaf (so was geniales ;) ) noch auf die Terrasse bevor es Nachmittags wieder zur Basis geht. Im Zimmer ist es mir dann häufig zu kühl. Wenn Martin die Tür öffnet, zieht es richtig kalt (die Klimaanlage steht auf 23 Grad) nach draußen. Brrrr...

Die Klimaanlage läuft hier nicht (nur), dass es die Temperatur im Zimmer angenehm ist, sondern vor allem um die Feuchtigkeit möglichst gering zu halten. In der Hoffnung, dass unsere Laptops überleben. Hier sind schon einige an der Feuchtigkeit zu Grunde gegangen.

Frühstück, Mittag- und Abendessen gibt es für uns im Restaurant, in dem auch die Gäste essen. Wirklich schön, sich immer an einen gedeckten Tisch zu setzen, nicht abräumen oder spülen zu müssen, jeden Tag frisches Obst geschält und kleingeschnitten zu bekommen.

Freitags, da der muslimische Feiertag, gibt es für alle (auch die Gäste) erst um 13 Uhr Mittagessen, sonst ist es 12: 30 Uhr. Die Malediven sind ein sehr streng muslimisches Land und jeder Angestellte soll die Möglichkeit haben in die Moschee zu gehen, die es in der Staff Area gibt.

Innerhalb von 2 Minuten von der Zimmertür zum Arbeitsplatz zu kommen hat auch seine Vorteile, im Gegensatz zu 30 Minuten Autofahren in Deutschland. Ist sogar klimafreundlicher ;).

„Shoppen“ (oh yeah) können wir im Staff-Shop, ein kleiner Raum in der Staff-Area, in dem es die „lebensnotwendigsten“ Dinge gibt. In Deutschland hat man vielleicht die Auswahl zwischen 20 Zahncremes, hier sind es 2. Da fällt die Entscheidung wenigstens nicht so schwer. Aber es gibt ein paar verschiedene Kekse, sollte man zwischen den Dessert-Buffets des Mittag- und Abendessen noch was Süßes brauchen :) .

Der größte Unterschied ist vermutlich die Ruhe und die saubere Luft hier. Es gibt logischerweise keine Autos, keine Industrie,... man riecht nur Meer. Das einzige was man hört ist die Musik, die in der Bar und teilweise auch im Restaurant läuft.

Das dürften wohl ein paar der gröbsten Unterschiede sein. Wir finden sie jedenfalls gut *thumbs-up*.


Katharina

Sweet Home! Angaga - unsere kleine Insel
Sweet Home! Angaga - unsere kleine Insel