Walhaie, Rochen, Haie,...

Wow, zurück vom Walhai-Trip. Ein voller Erfolg.

Gestern morgen ging es los ans Außenriff, also an den Rand des Atolls. Dort tummeln sich die Walhaie, auf die wir natürlich alle scharf sind. Nach einer Stunde mit unserem Boot haben wir das Außenriff erreicht und uns auf Walhai-Suche begeben. Das heißt, hoch auf´s Sonnendeck, Sonnenbrille auf und im dunklen Wasser nach dunklen Flecken suchen, die sich bewegen. Klingt komisch, ist aber so :). Wir waren sehr erfolgreich, ein anderes Boot deutete uns die Richtung, in der sie einen Walhai gesehen hatten. Ein bisschen weiter in die Richtung gefahren und tatsächlich. Dunkler Fleck, der sich bewegt. Dann wurd´s ein bisschen hektisch. Runter vom Sonnendeck, Schnorchelzeug anziehen, fertig machen zum Springen. Nachdem unsere liebe Kollegin Ute und unsere Bootscrew das Boot so zum Walhai gestellt hatten, dass alles passt hieß es „SPRINGEN!!“, Martin als erster rein, hin zum Walhai, alle anderen hinterher. Wow!! Keine Ahnung wie lange wir mit dem Walhai im Wasser waren, nach einiger Zeit begleiteten wir ein paar Gäste, denen bei diesem Tempo die Puste ausgegangen war auf´s Boot und teilweise wurden wir dann nochmal einige Meter vor dem Walhai ins Wasser „geworfen“. Bei so einer Aktion kam er tatsächlich ganz genau auf mich zu. Das war echt cool. (Hab nur gedacht „bitte lass dein Maul zu“ :)).

Nach einiger Zeit hat es sowohl dem Tier als auch uns gereicht und es ging wieder auf´s Boot und auf zum ersten Tauchgang. (Der verhältnismäßig unspektakulär verlief, ok, der Schwarzpunkt-Stechrochen und Weißspitzen-Riffhai waren schon nicht schlecht, aber...)

Kaum vom Tauchgang zurück, „trockengelegt“, Sandwich in der Hand ging es wieder zum Suchen auf´s Sonnendeck. Keine zwei Minuten später haben wir einen gefunden. Also Essen zur Seite legen, fertig machen und das gleiche Spiel wie beim ersten Walhai. Sehr cool war, dass wir lange die einzigen waren, die mit dem Walhai geschnorchelt sind. Da das Tier sehr flach war (vielleicht 0 bis 5m tief) konnte man auch mal einfach so zu ihm runtertauchen. Echt schön.

Nachdem dieser Walhai sich in tiefere Bereiche zurück gezogen hat, hieß es schnell auf´s Boot, denn in der Zwischenzeit hatte die Crew noch einen gefunden. Also alle hoch und gleich nach vorne um wieder zu springen.

Dritter Walhai, gleiches Spiel. Genial.

Es waren auch tatsächlich drei unterschiedliche Tiere. Äußerst traurig aber wahr: Besonders leicht an den unterschiedlichen Narben und Verletzungen zu erkennen. Es gibt ein Speedlimit für sämtliche Boote, an das sich wohl aber nicht alle halten und so kommt es leider immer wieder zu Unfällen, die sich bestimmt – zumindest teilweise – vermeiden lassen könnten. Der andere Faktor zum Unterscheiden sind die unterschiedlichen Punkt- und Linien-Muster, anhand derer die Walhai-Population im Süd-Ari-Atoll erfasst wurde. Wir haben hier etwa 190 Tiere. Darunter WS-100 „Skye“ - den haben wir gesehen (leider konnte ich sie/ihn tatsächlich an den Narben erkennen, da die Rückenflosse „halbiert“ ist :( ).

Der zweite Tauchgang war auch schön, mit Krake, Schneckchen...

Dann ging es zurück Richtung Angaga. Ein toller Tag!

Einziger Fehler, den ich gemacht habe: Beim ersten Tier hatte ich ein Rashguard (Sonnen-Schutz-Hemd zum Schwimmen) an, beim zweiten nicht. Dachte die 10min gehen schon. Naja, dann kamen nochmal x Minuten für den dritten Walhai dazu. Hab mir den Rücken echt verbrannt. Der Selbstversuch beweist also: Sonnencreme hilft!

 

Liebe Grüße in die weite Welt hinaus!

Katharina