Woche 2 und 3

So langsam fühlen wir uns auf „unserer“ Insel schon richtig zu Hause. Wir genießen die Sonne und die konstant warmen Temperaturen, das Meer – egal ob mittendrin oder am Strand sitzend,... Das einzige was ich hier momentan vermisse ist Vögelgezwitscher. Naja, das dürfte so langsam in Deutschland auch abnehmen, im Sommer habe ich aber immer genossen mit den Vögeln wach zu werden. Hier gibt es keine Vögel. Mal abgesehen von zwei Graureihern und einem kleinem Vogel, der scheinbar nur schlecht fliegen kann und immer auf der gesamten Insel samt Bar umherläuft. Tierisch ist an Land sonst auch nicht viel los. Die tierische Hauptpopulation machen wohl Ameisen aus ;), ansonsten gibt es Flughunde und eine Katze.

Unter Wasser wimmelt es dafür nur so an Tieren. Vorgestern waren wir am südlichen Außenriff. Leider mit dem schlechtesten Wetter, das wir bislang hier erlebt haben (viel Wind und am Vormittag auch Regen). Noch haben wir Regenzeit, da kann das schon mal vorkommen. Endlich im Wasser (dort war es wesentlich wärmer) wurden wir aber belohnt mit einigen Weißspitzen-Riffhaien und grauen Riffhaien, die sich von uns nicht haben irritieren lassen und recht nah bei uns blieben, Adlerrochen, Schildkröten und den üblichen Rifffischen. Und das während 45 Minuten. Schon nicht schlecht. Beim zweiten Tauchgang gab es dann für Martin und viele unserer Gäste noch einen Manta – obwohl gar keine Saison ist – oben drauf. Das macht die Schaukelei, den Regen und die „Kälte“ auf unserem Schiffchen, das passenderweise „Tornado“ heißt, doch wett.

Hauptsächlich tauchen deutsch-sprachige Gäste mit uns. Doch es kommen auch sehr viel Japaner und auch Chinesen auf die Insel. Es hätte sich also doch gelohnt ein bisschen japanisch zu lernen, als ich auf meiner Schule die Chance hatte. Außer „Konitchiwa“ (guten Tag) ist da nicht viel hängen geblieben. Die Japaner sind häufig schon Taucher und unser gemeinsames Englisch reicht in der Regel zum Verständigen aus – zumindest haben wir den Eindruck.

So, jetzt haben wir 8 Uhr am Morgen, Martin und ich haben den Vormittag frei und mein Bauch knurrt. Erstaunlich wie man sich an so feste Essenszeiten gewöhnt. Das Frühstück ist schon eine halbe Stunde in Verzug. Anschließend werden wir wohl an den Strand gehen und lesen, vielleicht ein Kartenspiel spielen und dann sind wir gespannt, was das Meer an Überraschungen für unseren Nachmittags-Tauchgang bereit hält...

 

Sonnige Grüße

Kadda